Ziel
Dieser Kurs macht Ihre Entscheidungen beim Abhören und Referenzieren vergleichbar und damit reproduzierbar – damit Podcast/Interview und Musik auf verschiedenen Systemen stabil funktionieren.
- Sie etablieren eine feste Routine (Start → Referenz → Check → Diagnose → Korrektur → Translation).
- Sie erkennen typische Wahrnehmungsfallen (Lautheit, Maskierung, Kopfhörer-Täuschungen).
- Sie wählen Werkzeuge nach Ursache – nicht nach Gewohnheit.
Kursregel: Tool-Policy (DAW-neutral)
Wir arbeiten bewusst mit wenigen Werkzeugklassen. Ziel ist nicht „mehr Tools“, sondern verlässliche Entscheidungen.
Pflicht (für alle):
- Clip-Gain / Gain-Staging / Fader (inkl. Automation)
- EQ (statisch; dynamisch nur, wenn nötig)
- Kompression (breitband, moderat, begründet)
- De-Esser oder dynamischer EQ (für Sibilanz/Schärfe)
- Checks: Mono, kleine Speaker/Smartphone, optional Monitore
Optional (Semi-Pro-Ebene):
- Sidechain / Ducking (z. B. Stimme ↔ Musikbett, Kick ↔ Bass)
- Multiband nur für klar definierte Problemfälle (mit Gegencheck)
Nicht Ziel dieses Kurses: Plugin-Ketten, „Sound-Design“, Presets, geheime Einstellungen. Wenn eine Änderung keinen klaren Test besteht, gilt sie als nicht bestätigt.
So arbeiten Sie im Kurs
- Leveln: Vergleiche sind nur sinnvoll, wenn A und B gleich laut sind.
- Kurze Hörfenster: 20–40 Sekunden, dann Entscheidung notieren.
- Eine Ursache – eine Maßnahme: Erst testen, dann festlegen.
Mini-Übung (2 Minuten)
- Hören Sie 30 Sekunden eines eigenen Projekts (Podcast oder Musik).
- Notieren Sie ein Symptom: „Zu scharf“, „zu dumpf“, „Bett maskiert“, „Bass kippt“ …
- Notieren Sie einen Gegencheck, den Sie heute konsequent machen (z. B. Smartphone oder Mono).
